Ko Samui in Thailand

Ko Samui ist die drittgrösste Insel von Thailand und eines der beliebtesten Reiseziele der Region. Trotzdem kann man die Insel während eines Urlaubs sehr gut kennenlernen, schliesslich ist sie mit einer Breite von gut 25 Kilometer und einer Länge von gut 21 Kilometer alles andere als riesig. Wie ganz Thailand verfügt auch Ko Samui über ein feuchtes wechselhaftes Klima.

Die Temperaturen sinken während des ganzen Jahres so gut wie nie unter dreissig Grad. Auch die Wassertemperaturen sind durch das Jahr hinweg sehr konstant und betragen jeweils um die 28 Grad. Während den Wintermonaten von Februar bis April regnet es so gut wie nie. Und wenn dann sind es jeweils kurze heftige Schauer. Anders sieht es während der Regenszeit in den Monaten November und Dezember. Dann suchen oft starke Monsun-Regenfälle Ko Samui heim. Auch in unserem Sommer zwischen Mai und September kommt es immer wieder zu langen und heftigen Regenschauern. Dann kann es schon einmal einige Tage am Stück regnen.

Lange Zeit waren die Fischerei sowie die Palmenplantagen die Haupteinnahmequellen der Insel. Erst recht spät setzte der Tourismus ein. In den 70er Jahren kamen erste Individualisten nach Ko Samui. In dieser Zeit kamen die Hippies hierher, nachdem sie in Ibiza, Goa und Bali vom Massentourismus verdrängt wurden und sich dort nicht mehr wohl fühlten. Mittlerweile haben allerdings auch auf Ko Samui die Pauschalurlauber Einzug gehalten und die Individualreisenden und Aussteiger weitestgehend verdrängt.

Begonnen hat die neue Reisewelle in den 80er Jahren. Während  zuvor eine langwierige und mühsame Reise mit dem Zug von Bangkok nach Surat Thani in Kauf genommen werden musste, gefolgt von einer Schiffsfahrt konnte man ab den 80er Jahren mit deutlich bequemeren Reisebussen anreisen. Im Jahr 1988 hielt der Massentourismus dann definitiv Einzug in Ko Samui, als hier der Flughafen eröffnet wurde, welcher nun auch den Pauschalurlaub auf der Insel ermöglichte.

Heute ist der internationale Flughafen gut besucht. Es existieren Direktverbindungen nach Phuket, Krabi, Singapur und Bangkok, Krabi und Hong Kong. Vom absoluten Geheimtipp hat sich Ko Samui in den letzten Jahren zur Allerweltsinsel gewandelt. Mittlerweile besuchen jährlich gut 1.2 Millionen Urlauber aus aller Welt Ko Samui. Der tragische Tsunami, welcher an der Westküste von Thailand wütete und gerade in Phuket und Khao Lak zu zahlreichen Toten geführt hat führte zu einem rasanten Anstieg der Buchungen von Reisen nach Ko Samui. Ko Samui liegt geschützt im thailändischen Golf und war durch die verherrende Welle nicht zerstört worden.

Ko Samui eine Trauminsel in Thailand

Einer der grossen Pluspunkte von Ko Samui liegt in der Beschränkung der Bauhöhe. So dürfen Bauwerke auf der Insel nicht höher als eine Palme gebaut werden. Dies führt dazu, dass die Hotelanlagen auf Ko Samui meistens nur zweistöckig sind und so das Landschaftsbild nicht zerstören. Das touristische Zentrum von Ko Samui liegt im Osten der Insel. Gerade wegen der breiten feinen Sandstrände sehr beliebt sind Chawaeng und Lamai. Ko Samui zählt nach wie vor zu den schönsten Insel in Thailand, leider hat gerade der Massentourismus auch hier seine Spuren hinterlassen. So haben viele reiche Investoren den Einheimischen das Land billig abgekauft und hier Hotelanlagen und Restaurants errichtet. Auch sieht man heute deutlich weniger Palmen, welche die Strände von Ko Samui säumen. Früher waren hier ganze Kokospalmen-Haine, diese mussten allerings den moderen Hotels und Bungalow Resorts weichen. Die früheren Einwohner von Ko Samui haben mittlerweile unter stark steigenden Preisen zu leiden. Die ausländischen Touristen treiben auch die Lebensmittelpreise für Einheimische in die Höhe. Viele Produkte sind mitterweile doppelt so teuer wie vor wenigen Jahren. Gerade bei Lebensmittel für die einheimische Bevölkerung ein grosses Problem. Auch die Wasserqualität auf der kleinen Insel Ko Samui hat in den letzten Jahren stark gelitten. Mittlerweile muss auf Petflaschen zurückgegriffen werden, weil die Qualität des aus Brunnen gewonnenen Wassers nicht mehr ausreichend ist.

Umweltverschmutzung auf Ko Samui

Auch die Meere haben zu Leiden. Vor der Küste von  Ko Samui gibt es Korallenriffe, welche zu den schönensten der Welt gehören. Die grosse Anzahl Touristen führt leider zu einer immer grösseren Verschmutz der Erde. Gerade die Entwaldung und Rodung auf Ko Samui ist für die Korrallenriffe existenzbedrohend. Die starke Abrodung für Hotelanlagen auf Ko Samui führt zu einer steigenden Bodenerosion. Ausserdem reicht die Kapazität der vorhandenen Kläranlagen nicht mehr aus. So wird das Meer zunehmend verschmutzt. Alle diese Faktoren führen zu einer stetig wachsenden Gefährdung der Riffe. Ko Samui sorge vor einiger Zeit für Schlagzeilen, da ein Team von Meereswissenschaftler um Doktor Tom Goreau sich daran machte vor Ko Samui ein künstliches Korralenriff zu schaffen.

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